Dissertationspreis Adlershof: Preisverleihung am 15.02.2017

Die Jury hat aus den elf eingereichten Dissertationen folgende Wissenschaftler/innen ausgewählt:

  • Dr. Franziska Fischer
  • Dr. Ulrike Maaß
  • Dr. Florian Tschorsch.

Am 15.02.2017 haben diese Kandidaten die Chance, das Thema ihrer Arbeit gut verständlich und eloquent dem Publikum und der Jury in 15 Minuten vorzustellen. Wem dies am besten gelingt, gewinnt den mit 3.000 € dotierten Preis. Das Preisgeld stiften die Humboldt-Universität zu Berlin, IGAFA e. V. und die WISTA-MANAGEMENT GMBH. Die Veranstaltung findet im Erwin Schrödinger-Zentrum statt und beginnt um 16:30 Uhr. Das Programm ist wie folgt geplant:

Begrüßung

  • Prof. Dr. Peter A. Frensch
    Vizepräsident für Forschung der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. Ulrich Panne
    Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Kurzvorträge der Nominierten

 

16.45 Uhr: „Geschüttelt, nicht gerührt – Chemie in der Kugelmühle“

Chemie kann so einfach sein: Zwei Pulver in eine Kugelmühle geben, kräftig schütteln und schon entsteht eine neue Verbindung. Dr. Franziska Fischer konnte durch Echtzeitüberwachung die Reaktionswege solcher mechanochemischen Synthesen aufdecken. Ihre Dissertation am Institut für Chemie der Humboldt-Universität und an der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung leistet einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung umweltverträglicher und kosteneffizienter Synthesemethoden.

Dr. Franziska Fischer
promoviert bei Prof. Dr. Klaus Rademann, Institut für Chemie, HU Berlin, und bei Dr. Franziska Emmerling, BAM

 

17:15 Uhr: „Der Narzisst in uns.“

Narzissten sind von ihrer Grandiosität überzeugt, fordern permanente Bestätigung ihrer Umwelt ein und können auf Kritik sehr dominant reagieren. Narzissmus tritt aber nicht nur in dieser Extremform auf. Dr. Ulrike Maaß erforschte in ihrer Dissertation am Institut für Psychologie der HU die Ausprägungen narzisstischen Verhaltens in sozialen Interaktionen. Mit ihrem Modell NARCIS (NARCissism In Situations) konnte sie narzissmusfördernde bzw. –reduzierende Bedingungen nachweisen.
Dr. Ulrike Maaß
promoviert bei Prof. Dr. Matthias Ziegler, Institut für Psychologie, HU Berlin

 

17:45 Uhr: „Wie ich Tor zuerst torpediert und dann renoviert habe“

Internetanonymisierungsdienste gewinnen zunehmend an Bedeutung. Beispielsweise können sie in restriktiven politischen Systemen dazu dienen, Zensur zu umgehen. Ein Problem dieser Dienste ist ihre hohe Netzwerklast. Dr. Florian Tschorsch untersuchte das am weitesten verbreitete System „Tor“ (The Onion Router) und entwickelte Lösungen zur Optimierung dessen Performanz und Sicherheit. Seine am Institut für Informatik der HU entstandenen Doktorarbeit hat bereits zu praktischen Verbesserungen des Anonymisierungsdienstes geführt.

Dr. Florian Tschorsch
promoviert bei Prof. Björn Scheuermann, Institut für Informatik, HU Berlin

 

Jurysitzung / Musikalische Einlage

Preisverleihung

Empfang

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